Vom Jugendtraum zur Realität ….
 

Begonnen hat alles in frühester Jugend – hier träumte ich von einer Riesenanlage so mit 10 Metern Länge ! Doch es wurden dann 2x3 m – immerhin die ersten Erfahrungen, damals natürlich mit Märklin! Die Jahre vergingen, wie allgemein üblich … Beruf, Familiengründing etc. die Anlage verschwand auf dem Dachboden und irgend wann einmal … ich weiß es gar nicht mehr wohin? Schande über mich! Aber der Traum blieb haften und kam in zeitlichen Abständen immer wieder zum Vorschein …

Und wieder vergingen die Jahre – zwischenzeitlich „erbte“ ich Platz, war kurz vor der Pension, hatte Zeit und auf einmal wurden die Grundlagen meines Jugendtraumes Realität! Beim Lesen der MIBA wurde ich auf ein Inserat aufmerksam , wo eine komplette Anlage, ungefähr 10 Jahre alt, zu einem attraktiven Preis bei der Firma QMB angeboten wurde! Meine noch ausgeübte „Nebentätigkeit“ führte mich öfters vom Süden Österreichs hoch in den Norden Deutschlands ! Ich nahm die Gelegenheit wahr um das gute Stück mir anzusehen …

Das war der Beginn!

Ich hatte mit Herrn Quatmann sofort einen super Draht, das Geschäft wurde abgeschlossen und 2 Wochen später stand er mit einem Helfer vor meinem dafür vorgesehenen Raum – 150 m², Klimaanlage… also perfekt geeignet – und 1 Tag später fuhren die ersten Züge – damals natürlich noch analog, gesteuert durch ein selbst gebautes Stellwerk !

Schon nach kurzer Zeit weckte sich mein Traum abermals … so eine „kleine Anlage“ in einem so großen Raum …. sollte ich sie umbauen und „digitalisieren ? Hier muss etwas geschehen ! Das war der Startschuss zu Planungsarbeiten ! Ich besorget mir WinTrack, arbeitete mich ein und begann meinen Jugendtraum zu verwirklichen ! Nach anfänglicher Idee sollten 2 Anlagen nebeneinander stehen … der Platzbedarf meiner Entwürfe wurde immer größer… bis endlich die zündende Idee am Tisch war : warum nicht das „Alte“ mit dem Neuen verbinden ?

Siehe da, auf einmal ging es schnell … meine Vorgaben:

- 1 lange Hauptstrecke zweigleisig, elektrifiziert
- 1 lange ICE Strecke
- 1 lange Nebenbahnstrecke
- 1 Hauptbahnhof, 2-3 kleine Bahnhöfe der Nebenstrecke sowie einen kleineren Knotenpunkt
- Möglichkeit langer Züge bis 3,5 m
- Keinen Schattenbahnhof im klassischen Sinn verdeckt – der“ Technikteil“ sollte ein offener
"Bereitstellungsbereich“ sein
- Keine Nachbauten irgend eines Vorbildes - kein Anlagenthema
- 1 Hauptbahnhof / 6 Bahnsteiggeleise mit mindestens 2,8 m Länge
- 1 Bahnhof für Abzweigung Nebenbahn
- 2 - 3 Kleine Bahnhöfe der Nebenbahn
- Keine vorgegebene Epoche ( ab III bis heute sollte alles möglich sein)
- Schwerpunkt: interessanter, Computer gesteuerter Betrieb, möglichst vieler Züge zugleich
Nach Vorlage der Planungsunterlagen an einige gleichgesinnte Freunde flossen sehr brauchbare Verbesserungen ein. Somit war der Startschuss der Bauarbeiten erfolgt !
Als erstes wurde eine kleine „Versuchsstrecke“ aufgebaut um die verschiedenen zum Bau vorgesehenen Komponenten zu testen und die ersten Erfahrungen mit der heutigen Technik und der Computer-Steuerung zu machen !

Das Ergebnis und jetzt verwendetes Material :
- 2-Leiter Gleichstrom – rollendes Material aller Marken, Schwerpunkt Roco- Freiwald TrainControl Gold
- Tams Easy Controler, 9 Booster B4/ 5 A, 1 Booster b3 für „Schalten/Ringleitung“.
- ESU Decoder sowohl Schalten der Weichen ( Servo ), Signale etc. als auch Fahren“
- LDT Rückmelder mit S 88 N Bus
- Peco Code 75 mit Styroplast Gleisbettung im „realistischen“ Teil, Roco im Technikteil
- 140 Weichen ° 24 DKW °ca. 800 m Gleislänge

Somit konnte mit dem Bau des „Technikteiles“ im September 2010 begonnen werden, bereits zu Weihnachten erfolgte der erste Probebetrieb ! Dazu wurde eine provisorische Kehrschleife installiert. Jetzt konnten erste Erfahrungen im Echtbetrieb, speziell beim Einrichten von Blöcken und dem Programmieren der Geschwindigkeitsprofile, gewonnen werden !

Diesen Abschnitt baute und verkabelte ich im Alleingang ! Dadurch wurde mir bewusst, das ein wie zuerst geplanter alleiniger Ausbau der restlichen Anlage in dem von mir angepeilten Zeitrahmen nicht zu bewältigen wäre !

Die Firma QMB sprang ein, und fertigte mit meiner Hilfe den restlichen Anlagenteil in „Rohbau“- Ausführung wie bei den Bildern ersichtlich ! Ich nützte diesen Zeitrahmen um den Alten-Anlagenteil zu zerlegen und zu digitalisieren !

Endlich, im September 2011 wurde das gute – einen Lastwagenzug füllendes in aufgestellter Lage „Ungetüm“ - bei mir angeliefert ! Sofort wurden die 9 Module in aufgestellter Lage verkabelt und anschließend in die endgültige Position gebracht ! Alle Gleisanschlüsse und Höhen passten perfekt ! Hier beweist es sich wider einmal; exakte Planung ist der halbe Erfolg !

Nach diversen Tests der Elektrik, dem Einrichten der Weichen, Signale und Blöcken stand der ersten Probefahrt nichts mehr im Wege ! Ich brauche euch nichts mehr dazu sagen, wenn die Ausfahrten 15 und mehr Minuten dauerten ohne einen Abschnitt mehrmals zu befahren ! Einfach großartig ! Die wenigen „Fehler“ bei der Verkabelung wurden auf Grund einer sehr übersichtlichen Installation schnell gefunden !

Nachdem die ersten langen Zugfahrten programmiert waren bin ich leider durch eine sehr schwere Krankheit am Weitermachen seit Weihnachten verhindert gewesen - Jetzt aber geht es mit Elan an die landschaftliche Ausgestaltung des letzten Anlagenteils der wie aus den Fotos ersichtlich jetzt praktisch fertig gestellt ist !